Valentinstag einmal anders

Ein Fernsehmoderator meinte am 14.2.2014, der Valentinstag sei der gefürchtetste Tag für die Männer. Davon war im Bergrestaurant „SonnenAlm“ auf der Kampenwand im Chiemgau nichts zu spüren. Während 3 Wochen vor diesem Candle-light-Dinner im Rahmen der Marriage Week sich erst 9 Paare angemeldet hatten, schnellte die Zahl der Anmeldungen in den letzten Tagen auf 26 Paare in die Höhe. Manche Männer wollten Ihre Frauen damit überraschen, andere Paare wollten die Location unter dem Gesichtspunkt testen, ob sie auf 1470m Höhe auch die spätere eigene Hochzeit feiern könnten. Ein Paar hatte hier oben geheiratet und bat um denselben Sitzplatz wie damals an ihrem Glückstag. Das angekündigte Fünf-Gänge-Menü ließ schon im Vorfeld das Wasser im Munde zusammenlaufen:

Prosecco-BioHolunder als Aperitif

Gedeck mit Rote-Bete-Mousse & fleur de sel-Butter

Feldsalat mit Granatapfelkernen & karamellisierten Walnüssen

Blutorangensorbet mit Campari

Geräucherter Lachs auf Süßkartoffelrösti mit Wasabischaum

Cordon bleu vom Milchkalb gefüllt mit Vulcano-Schinken & grünem Spargel, dazu Gratin von der lila Kartoffel

Tarte tatin mit Toffee-Natur-Eis

Gegen 18:00 Uhr ging die Seilbahn in Aschau wieder in Betrieb. Dank der klaren Sicht wirkten die Straßenbeleuchtungen der kleinen Orte im Chiemgau wie ausgestreute Perlen auf dunkelblauem Samt. Weiter oben schimmerte der Schnee durch die Bäume, weil der Fast-Vollmond sein mildes Licht ausstrahlte. Paare, die erstmalig auf die SonnenAlm kamen, waren begeistert vom Ambiente: diese raffinierte Mischung aus rustikalen und doch sehr elegant wirkenden Vollholzmobiliar.

Zwischen den einzelnen Gängen erzählte der Moderator Pater Elmar Busse kleine Geschichten und lud die Paare zum Paargeflüster ein: Wie war das damals, als wir uns kennen gelernt haben und füreinander entschieden haben? / Wenn wir auf unsere bisherige Beziehungsgeschichte zurückblicken, welche Höhepunkte gab es? / Wo habe ich dich in letzter Zeit verletzt? Weswegen möchte ich dich um Verzeihung bitten und dir verzeihen? / Im Blick auf unsere Zukunft: Wo wollen wir unsere Beziehungsqualität verbessern?

Als literarischen Nachtisch trug Pater Busse noch das Märchen „Herzauge“ von Folke Tegetthoff vor. Im Nu vergingen die drei Stunden. Wer gerne nach diesem intensiven Abend sein Eheversprechen erneuern wollte oder einfach einen Segen für die gemeinsame Zukunft empfangen wollte, konnte das auf dem Weg zur Bergstation bei Fackelschein und Mondlicht draußen im Freien vollziehen. Ein Drittel der Gäste machte von diesem Angebot Gebrauch. Manche Paare nutzen auch die Möglichkeit oben zu übernachten und am nächsten Tag noch einen Sonnenaufgang zu erleben oder eine Schneewanderung zu unternehmen.

Die strahlenden Gesichter beim Abschied brachten deutlicher als die dankbaren Worte zum Ausdruck: „Das hat uns wirklich gut getan!“ – Nach diesen Echos ist für 2015 ein ähnliches Event auf der Kampenwand schon angedacht und eingeplant.